Ich als Autor
WEIDINGER ERICH
Ich bin am 28. Februar 1964 in Schwanenstadt geboren. Damals war es eine Entbindungsstation, viele Jahre später ein Altersheim. Heute steht das Gebäude nicht mehr. Ich persönlich empfinde den Gebortsort nur dann wichtig, wenn man auch dort aufgewachsen ist. Meine Mutter Josefine , aus Herrenschützing, ein kleines Bauerndorf in der Nähe von Schwanenstadt, und mein Vater Alfred, aus Seewalchen am Attersee, gründeten in Seewalchen eine Familie, die mit der Geburt meines 3 Jahe älteren Bruders begann. Der Attersee und seine Umgebung geben mir seither das Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit.
Nach der Grundschule begann ich die Lehre als Friseur, die ich in Seewalchen beim "Friseur Hemetsberger (Rudolf)" und in Lenzing im "Salon Roswitha" (Haas) absolvierte. Beide Lehrherren und Damen (so muss man/frau es ja heute sagen) waren für mich ganz wichtige Personen, denen ich hier nochmals für ihren Einsatz für meine Ausbildung und auch persönliche Entwicklung danken möchte. Nach dem Abschluss der Lehre und meiner Zeit beim Bundesheer ( die ich damals schon, aber heute nicht mehr missen möchte ), begann ich eine pädagogische Ausbildung in der "Bildungsanstalt für Erzieher" in Pfaffenhofen in Tirol. (Diese Ausbildungsform gibt es leider heute nicht mehr.)
Diese 2 Jahre waren für mich ganz wichtig. Hier lernte ich viele (bis heute noch erhaltente) Freunde und auch meine zukünfitige Frau Andrea kennen. Ganz tolle Lehrer hatten wir zur Ausbildung, die unseren Blickwinkel ständig erweiterten. Den Grundstein für meine Liebe zur Literatur (obwohl ich immer gerne gelesen habe) wurde hier gelegt, vor allem durch unseren Lehrer "Färber" ,bei dem ich auch die Abschlussprüfung in Kinder- und Jugendliteratur machte. Nach dieser Ausbildung ging ich nach Linz und arbeitete im Internat der Gerhörlosenschule. Wieder neue Erfahrungen und Bereicherungen in vielen Dingen. Hier entdeckte ich auch meine Vorliebe für heimische Sagen und verbrachte viele freie Stunden in der Studienbibliothek zum Suchen und Forschen. Einige Jahre später erschien mein erstes Buch "Sagen und Märchen vom Attersee". Eine Sammlung und Bearbeitung aller Geschichten die ich in Zusammenhang mit dem Attersee fand. Das Buch erschien in drei Auflagen und ist nun fast vergriffen. Nur mehr Restexemplare vorhanden.
Nach drei Jahren in Linz und wieder einem halbjährigem Aufenthalt am Attersee verschlug es mich nach Feldkirch in Vorarlberg. Dort arbeitete ich im "Heilpädagogischem Zentrum Carina" mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. Auch ein Betätigungsfeld in dem ich viel lernte. In dieser Zeit erschien das erwähnte Buch der Atterseesagen und "Sagen und Märchen vom Traunsee" von Sabine Hitzenberger, die ich mit Frau Hitzenberger zusammenstellte und bearbeitete.
Als nächstes erschien 1994 das Buch "Das Hausruckviertel in seinen Sagen" im Verlag Bibliothek der Provinz. In dieser Sammlung habe ich für fast jede Gemeinde im Hausruckviertel eine Sage neuerzählt. Ergänzend finden sich in diesem Buch Texte des Barockdichters Johannes Beer wieder, der im Attergau aufgewachen war, und der heute weitegehend vergessen wurde.
In Vorarlberg suchte ich einer Buchhandlung, die einen Quereinsteiger so wie mich aufnimmt, und fand in Bludenz bei "Buch und Spiel - Heinzles Erben" mit Franz Karl Eggler einen tollen Chef, bei dem ich viel lernte und auch ausprobieren konnte. Auch eine wichtige Stufe in meinem Leben.


1995 ging ich mit meiner Frau zurück an den Attersee und übernahm in Schörfling eine Papierhandlung, welche ich um Bücher erweiterte. Und 1998 übersiedelten wir mit unserem Geschäft nach Seewalchen, wo wir noch heute sind.
In dieser Zeit recherchierte ich für das nächste Sagenbuch. "Sagen aus Oberösterreich" , erschienen 2002 im Ueberreuter-Verlag. In diesem Buch habe ich vor allem Geschichten hergenommen, die bis heute noch Beständigkeit haben, durch geografische Details oder auch Sachen, die man sich in Museen und dgl. anschauen kann. Weiters habe ich in diesem Buch altes mit neuem verknüpft, d.h. es ist das erste Sagenbuch mit Angaben von Internetseiten, in denen man sich weiter informieren kann.
Da ich nicht nur beruflich interesse für klassische Musik habe, wahr es für mich eine besondere Ehre den berühmten Dirigenten Franz Welser-Möst kennenzulernen, der mich bei meinem nächsten Buchprojekt unterstützte. "Moritz und der Dirigent" Ein Bilderbuch zum Berufsbild des Dirigenten und seinem Wirkungsfeld. Ich habe in diesem Text Moritz seinem Onkel, dem Dirigenten, einige Fragen stellen lassen, die mir dankeswerter Weise Franz Welser-Möst und seine Frau beantworten haben. Mit den tollen und auch lustigen Zeichungen von Dorothea Tust bin ich überglücklich. Das Buch ist im Jänner 2006 bei Annette Betz Verlag erschienen.
Viele Dinge schwirren in meinem Kopf herum und viele liegen nicht nur mehr in der Schublade, sondern auch auf der Computer-Festplate herum, die darauf warten weiterverarbeitet zu werden. So geschah es mit einem Kurzkrimi "Ein Fall für die Postenchronik" den ich vor ca.20 Jahren geschrieben und aufgehoben habe. Jetzt habe ich ihn überarbeitet und in der Krimi-Anthologie "Tatort Salzkammergut" im KBV-Verlag veröffentlicht. Erschienen Juni 2009.
Das wärs vorerst. Viel Spaß noch auf unserer Web-Seite.
Weidinger Erich